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Erfolgreiche Vergesellschaftungen |
November 2007 |
In der Vergangenheit haben wir im Little Animal Home mehrfach einzelne Kaninchen oder Meerschweinchen mit einem neuen Partner vergesellschaftet. Oft passiert es, das in einer Zweierbeziehung ein Partner verstirbt und für das übrig gebliebene Tier ein neuer Partner gesucht wird. Bei der Vergesellschaftung kann es zu Problemen kommen, denn nicht immer ist es „liebe auf den ersten Blick“. Oft trauert das Tier seinem verstorbenen Partner nach und ist auf eine neue Partnerschaft noch nicht eingestellt. Ich will hier keine Vermenschlichung der Tiere einbringen, aber jahrlange Erfahrungen haben gezeigt, das einige Tiere den Tod des Partners schwer verkraften, es kann bis hin zur Nahrungsverweigerung kommen.
Daher sollte ein verwitwetes Tier möglichst schnell einen neuen Artgenossen bekommen. Da alle Tiere einzigartige Individuen sind, verläuft jede Vergesellschaftung anders. Oft kann es bis zu einer Woche dauern, das sich die Tiere mögen, neben einander liegen und sich gegenseitig putzen. Schwierig ist es bei Kaninchen/Meerschweinchen, die ihr bisheriges Leben mit einem artfremden Partner gelebt haben und plötzlich einem Tier gleicher Art gegenüber stehen. Aber auch hier braucht es ein wenig Zeit, Geduld und viel Erfahrung um eine erfolgreiche Partnerschaft zu erreichen.
Bei einer Vergesellschaftung ist es von enormer Wichtigkeit, das jeweils artspezifische Verhalten genau zu kennen. Oft wird von Laien eine Vergesellschaftung frühzeitig abgebrochen, da sie das Verhalten der Tiere als aggressiv oder gefährlich einstufen. Aber die Tiere geben genaue Signale, die man aber richtig erkennen muss. Wichtig ist das richtige Umfeld für ein Zusammensetzen fremder Tiere. Natürlich darf man sie niemals in einem engen Käfig zusammen setzen, der womöglich das Revier eines der Tiere ist. Am besten sollten sie in einer für beide fremden Umgebung zusammen gesetzt werden, mit ausreichender Ausweichmöglichkeit. Aber zu groß sollte das Gebiet auch nicht sein, da sonst keine Verbindung der Tiere entstehen kann.
Wer sich eine Vergesellschaftung nicht zutraut, sollte nicht aufgeben und sein Tier aus mangelnder Traute sein Leben lang alleine halten. In diesem Fall ist es ratsam, bei privaten Tierschutzorganisationen um Hilfe zu bitten. Oft wird dort der passende Partner bereits ausgesucht und die Vergesellschaftung übernommen. Erst wenn sich eine stabile Partnerschaft entwickelt hat, werden die Tiere in ihr Zuhause zurück gegeben.
Wir bieten gerne unserer Hilfe bei der Auswahl eines neuen Partners und der Zusammenführung an. Anfragen bitte per Email an uns richten. Wenn bei uns nicht das entsprechende Partnertier vorhanden ist, finden wir durch unsere Kontakte zu anderen privaten Tierschutzorganisationen das gewünschte Tier.
Und nun ein paar Beispiele unserer Vergesellschaftungen aus diesem Jahr.
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Das bunte Böckchen hatte seinen Kaninchenpartner verloren und sollte nun artgerecht mit einem Meerschweinchenpartner vergesellschaftet werden. Das Böckchen war unkastriert und auf Grund des Alters von 6 Jahren sollte keine OP mehr statt finden. Wir haben ihn mit unserem sechs Monate |
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Blacky galt als schwieriger Einzelgänger mit dem einige Vergesellschaftungsversuche bereits fehlgeschlagen waren. Die Besitzer hatten sich schon schweren Herzens entschlossen, ihn alleine zu halten, obwohl sie wussten, das dies nicht artgerecht ist. Durch Zufall haben sie von unserem Tierheim erfahren und brachten Blacky zu uns. Am Anfang sah es auch nicht so einfach aus, aber nach drei Tagen waren die beiden ein harmonisches Paar. Die Besitzer waren glücklich darüber, das ihr Blacky nun wieder eine Partnerin hatte und nicht mehr alleine leben musste. Hier der Auszug aus unserem Gästebuch von der Familie von Blacky: |
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Flöckchen kam eigentlich nur zur Urlaubspflege zu uns, sie lebte bis vor kurzem mit zwei anderen Kaninchen zusammen, aber die hatten sie in den letzten Wochen mehrfach gejagt und verletzt, so das die Besitzer sie getrennt hatten. So machte ich den Vorschlag, sie bei uns mit einem neuen Partner zu vergesellschaften. Hinzu kam, das Flöckchen Verdauungs- und Fressprobleme hatte. Nach gründlichem Tierarztcheck wurde Flöckchen bei uns darmaufbauend mit entsprechenden Kräutern und geeigneten Futtermitteln behandelt und mit unserem Leo zusammen gebracht. Erst hatte Flöckchen Angst vor Leo, aber als sie merkte, das er sie nur Putzen und nicht Jagen wollte, bekam sie langsam Vertrauen zu ihm. Nach vierzehn Tagen gingen die beiden als Paar zurück in Flöckchens Zuhause. |
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