Sonstiges

Zwei Igelbabys

Unser kleines Tierheim kommt in den Herbstmonaten nicht drum herum, kleine Igelbabys aufzunehmen und bis zum Winterschlaf aufzupäppeln. So kamen innerhalb weniger Tage diese zwei supersüßen Igelbabys in unsere Kleintierstation. Ihr Gewicht lag bei 128 und 134 Gramm. Sie wurden als aller erstes auf externe Parasiten untersucht und dann an mehreren Tagen gegen Würmer behandelt. Täglich nahmen sie an Gewicht zu und so konnten wir sie im Spätherbst mit einem stattlichen Gewicht von 650 und 630 Gramm zurück in die Natur setzen. Sie hatten bis zum Wintereinbruch genügend Zeit ein igelgerechtes Winterquartier zu suchen und noch ein bisschen Winterspeck anzufressen. 
Unsere Katzen finden das immer sehr interessant, wenn so kleine stachlige kugeln auf dem Sofa herum laufen. Aber sie haben auch gehörigen Respekt vor den Stacheln und legen auf direkten Körperkontakt keinen Wert. (März 2005)

Unverschämtheiten

Natürlich müssen wir auch Anrufern Absagen erteilen wenn wir deren Tiere aus verschiedensten Gründen nicht aufnehmen können. Oftmals sind die Tierbesitzer am anderen Ende der Leitung dann richtig ausfallend und unverschämt frech, was uns einfiel, ihr Tiere nicht zu nehmen. Wir würden das privat machen und wären dazu nicht verpflichtet erklären wir dann freundlich, aber es erfolgt dann noch eine kurze Beschimpfung und der Hörer wird aufgelegt. 
Dann zweifle ich daran, ob es richtig war den Anrufer abzuweisen – was wird er jetzt mit seinem Tier anstellen, das er so dringend loswerden will? (März 2005)

 

Der Frosch im Wohnzimmer

An einem heißen Spätsommerabend saß ich im Wohnzimmer bei offener Haus- und Verandatür. Plötzlich hörte ich von der Haustür her ganz merkwürdige Geräusche – waren es Schritte? Da es bereits dunkel war und ich nur eine kleine Lampe an hatte, ergab sich eine unheimliche Stimmung. Die Geräusche kamen immer näher ......plötzlich sah ich die Ursache: ein großer Frosch hüpfte durch die Eingangstür ins Wohnzimmer! Ich war über diesen harmlosen nächtlichen Besucher sehr erleichtert und trug ihn zurück in den Garten an den Teich. (1. Halbjahr 2003)

Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten. (Christian Morgenstern)

 

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So’n Mist....

Sicher können sich die wenigsten Besucher und Freunde des Little Animal Home vorstellen, welche großen Mengen Mist wöchentlich bei uns anfallen und wie wir sie mühselig entsorgen. Pro Woche füllen wir ca. 15 - 20 große Gewebesäcke mit dem Mist der Kaninchen und Meerschweinchen und transportieren sie mit meinem PKW - oder bei besonders großen Mengen mit dem PKW Anhänger - in den 9 km entfernten Pferdestall und entleeren sie dort auf dem Misthaufen. Mein Auto hat im Laufe der letzten Jahre eine ganz eigene Duftnote im Innenraum angenommen, so dass ich selten Mitfahrer habe. Die riesigen Berge Heu und Stroh hole ich zu einem Teil auch mit meinem Auto, und die Innenausstattung ist vor lauter Heu und Stroh kaum noch zu erkennen, so dass eventuelle Beifahrer meist mit etlichen Heu- und Strohalmen an der Kleidung wieder aussteigen. Alle 3 – 4 Wochen fahren wir Samstagnachmittags mit dem PKW Anhänger zu einem Bauern, um Stroh- und Heuballen einzukaufen. (März 2002)

Nach vier Jahren "mistfahren" sieht der Innenraum meines Autos entsprechend aus.

 

Tägliche Versorgung kranker Tiere mit Medikamenten

Sehr zeitaufwendig ist oft die tägliche Versorgung kranker Tiere mit Medikamenten, je nach Anzahl der erkrankten Tiere sind es 1 – 2 Stunden täglich. Tabletten müssen mit dem Mörser zerkleinert und mit Wasser in Spritzen abgefüllt werden, Antibiotika in Spritzen aufgezogen und Salben zurecht gelegt werden. Sehr arbeitsintensiv ist die Behandlung von Abszessen, da muss die Wunde täglich morgens und abends geöffnet, durchgespült und mit entsprechenden Medikamenten versorgt werden. All diese Arbeiten führe ich alleine durch und wenn dann mal auf einen Schlag mehrere kranke Tiere zu behandeln sind, könnte der Tag 28 Stunden haben.

Sehr zeitaufwendig ist die täglich Versorgung kranker Tiere mit Medikamenten.

Tiere, die über den Tag hinweg eine intensive Betreuung benötigen, nehme ich auch mal mit in das Büro, um sie dort entsprechend ihrer Erkrankung betreuen zu können. (März 2002)

 

Der Igel Fuzzi

Das ist unser kleiner Igel Fuzzi. Er marschierte im Oktober 99 durch unseren Garten und fragte an, ob er den Winter bei uns verbringen dürfte. Da der kleine Kerl nur knapp 300 g wog, war er körperlich nicht in der Lage den Winter zu überleben. Nun hat Fuzzi eine große Kiste in unserem Wintergarten bezogen. Er wurde zuerst entfloht und von Zecken befreit. Die Kotprobe beim Tierarzt zeigte einen starken Wurmbefall. Ich bekam ein Wurmmittel mit und spritzte diese Medikament unserem kleinen stacheligen Freund.

Fuzzi liebt es, mit unseren anderen Tieren umher zulaufen. Er kuschelt sich an die Meerschweinchen (die bleiben auch ruhig sitzen) läuft mit den Kaninchen im Auslaufgehege und frißt mit großem Appetit ihr Futter. Inzwischen ist sein Gewicht auf fast 800 g angestiegen. Kein Wunder, er frißt pro Tag eine kleine Dose Katzenfutter, gemischt mit speziellem Igeltrockenfutter.