Rückblick 2004

Nun liegen schon sieben Jahre intensiver Tierschutzarbeit hinter uns und die Situation bei den Kleintieren wird ständig besorgniserregender. So viele Abgabetiere wie uns in den letzten Wochen "angeboten" wurden, hatten wir noch nie. Dabei bezieht es sich nicht mehr nur auf Kleintiere, immer öfters sind es Hunde, Katzen, Minischweine, Ziegen und vor allem Reptilien, die neben unzähligen Nagetieren "dringend weg" müssen.
Wir haben immer wieder möglich gemacht, was schon weit über unseren Grenzen lag und hatten trotzdem das Gefühl, bei dieser großen Menge an Abgabetieren kaum etwas bewirkt zu haben. Viele Abgaben kamen über andere Tierheime zu uns, da diese bereits überfüllt waren und keine Tiere mehr aufnehmen konnten (wollten). Im März 2005 ist vorläufig auch bei uns der Punkt gekommen, wo "nichts mehr geht"; wir haben keinen freien Käfig und Platz mehr, um Neuzugänge unterzubringen. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres haben wir schon 49! Tieren ein neues Zuhause gegeben. Das ist ein Drittel unserer gesamten Jahresaufnahme 2004!
Aber es ist sehr bedrückend die Tiere abweisen zu müssen und nicht zu wissen, was dann aus ihnen wird. Sowie sich die Situation in unserem Tierheim wieder etwas entspannt hat, werden wir erneut Tiere aufnehmen.
Im vergangenen Jahr haben wir über 150 Kleintiere im Little Animal Home angenommen und nur einige wenige im Bekanntenkreis vermittelt. Leider gab es auch alters- und krankheitsbedingt viele Abgänge, deren Plätze gleich wieder neu besetzt wurden. So blieb der Tierbestand konstant bei ca. 370 Tieren. 
In diesem Jahr werden wir versuchen mittels vermehrter Werbung durch Flyer weitere Tierfreunde zur Unterstützung unserer Arbeit zu gewinnen, denn Patenschaften und Spenden sind nach wie vor rückläufig, was bei der angespannten wirtschaftlichen Lage nicht verwundert.
Jedoch kann ich dann nicht verstehen, wenn die Kaufkraft sinkt, müsste sich das doch in dem Bereich des Tierkaufes wiederspiegeln. Doch der Umsatz im Verkauf der Kleintiere steigt, die Zahlen beweisen es, die Zoomarktbranche boomt nach wie vor zum Leidwesen der Tiere. Für den Erwerb der Tiere ist nach wie vor Geld vorhanden, aber für den Tierschutz leider nicht.
Die Anschaffungskosten von Tier und Zubehör sind einfach viel zu billig und wohl trotz allgemeiner Flaute noch irgendwie erschwinglich. Treten aber unerwartet höhere Tierarztkosten auf; dafür reicht das Geld nicht mehr ausreichend und die Tiere müssen schnellstmöglich weg. 
Auch Harzt IV trägt dazu bei, dass viele Tierbesitzer ihre Tiere finanziell nicht mehr versorgen können und abgeben müssen. Aus diesen Gründen sind schon einige, darunter auch kranke Tiere, in den vergangenen Monaten bei uns abgegeben worden. 
Das größte Dankeschön geht wieder an die lieben Seelzer, die uns so großartig mit ihren regelmäßigen Paketen und Zuwendungen das ganze vergangene Jahr so hilfreich und liebevoll unterstützt haben. Ganz ganz lieben Dank dafür!
Leider sind wir im vergangenen Jahr wieder vielen leeren Versprechungen "auf dem Leim" gegangen, ich kann nicht verstehen, dass viele Menschen so gewissenlos im Tierschutz lügen. Es sind insgesamt 27 Tiere mit Patenschaftsversprechungen abgegeben worden, die nie erfüllt wurden. Viele Tierheime nehmen bereits eine Abgabegebühr um ihre hohen Kosten zu decken und wir überlegen nun auch, ob wir das zumindest bei unkastrierten Tieren in Zukunft zur Aufnahmebedingung machen. Ausgenommen sind natürlich Fundtiere und Tiere aus schlechter Haltung. Aber wenn's dann wirklich drauf ankommt - ob ich dann NEIN sagen kann?


Das Behandlungszimmer

 

Rückblick 2003

Nun ist es mal wieder an der Zeit, den Rückblick über's vergangene Jahr zu verfassen, das wieder sehr ereignisreich im Little Animal Home verlaufen ist.

Der Bau des neuen Tierhauses und die Errichtung der großen Vogelaußenvoliere, beide Gehege beheizbar, waren für uns die Hauptereignisse im vergangenen Jahr. Viele viele Arbeitsstunden stecken in diesen beiden Projekten, die wir neben Beruf und Tierheimarbeit bewältigt haben. Aber die beiden Projekte sind ein voller Erfolg geworden und haben sich in den vergangenen Wintermonaten sehr bewährt.

Des weiteren haben wir im Tierzimmer im Haus eine zweite große Edelstahlvogelvoliere aufgestellt, um noch mehr Großvögel und Agarponiden aufnehmen zu können, denn der Bedarf in diesem Bereich, Platz für Notvögel anzubieten, steigt ebenfalls stetig an.

Leider nicht sehr erfolgreich war unser Mitgliedertreffen im Juni. Drei Tage intensiver Vorbereitung und viel Arbeit bis spät in die Abendstunden haben sich für die 9 Mitglieder die gekommen sind, eigentlich nicht gelohnt, ein wenig enttäuscht waren wir schon. Daher findet in diesem Jahr das Treffen nur bei entsprechend vorher angemeldeter Besucherzahl statt, damit unsere Kuchen- und Getränkeeinkäufe nicht wieder umsonst sind.
Einen ganz besonderen Dank möchten wir Familie Pohl aus Köln aussprechen, die uns durch ihre treue und tatkräftige Mithilfe sowie die wöchentliche Organisation von Obst und Gemüse für unsere Tiere so sehr geholfen haben. Leider ist diese zuverlässige Unterstützung bei unserer Arbeit all die Monate die einzige Ausnahme gewesen, viele großzügige Versprechungen wurden auch im vergangenen Jahr wieder nicht eingehalten.
Und ganz herzlicher Dank geht ebenso an die beiden lieben Damen aus dem Kreis Hannover, an Frau Scheunert mit ihren Söhnen und Frau Seelig. Seit Jahren versorgen sie unsere Tiere mit liebevoll zurechtgepackten Leckerpaketen, in denen auch immer eine Kleinigkeit für uns dabei ist, darunter sehr nützliche und liebevoll erstellte Handarbeiten. Und zusätzlich spenden sie regelmäßig für unsere Tiere, diese Unterstützung ist ebenfalls einzigartig in unserem kleinen Tierheim und wir sind ihnen sehr dankbar dafür.
Ein ganz besonders eindrucksvolles Erlebnis für uns war im Mai der Besuch von Jutta und Andreas Schlick: sie kamen mit einem extra gemieteten Kleintransporter voller Tierfutterartikel!!!
Sie haben für unsere Tiere auf ihren Urlaub verzichtet, ihr Geld lieber in die vielen schönen Futtersachen investiert. Monatelang konnten wir unsere kleinen Schützlinge mit den vielen Leckereien verwöhnen und sind noch heute noch von dieser liebevollen und großzügigen Hilfe begeistert. Nochmals ganz ganz lieben Dank an diese wunderbare und großzügige Spende und Hilfe für unsere Tiere an Familie Schlick.

Die amtliche Genehmigung für unser Tierheim hatte zur Folge, dass wir ein genaues Bestandsbuch führen müssen und zum erstenmal die Erstellung einer Statistik möglich war. Unsere Tierstatistik 2003 weist einen hohen Anteil an verstorbenen Tieren auf, darunter befinden sich überwiegend Hausmäuse aus Innzuchtbestand, deren Lebenserwartung lag teilweise unter einem Jahr, die Haupttodesursache waren Tumore und Lungenerkrankungen.
Vermittelt haben wir einige Rattenjungtiere und Meerschweinchen aus Nachzuchten von schwangeren Abgabetieren. Viele Tiere mussten wir im vergangenen Jahr durch Einschläfern von ihren schweren Krankheiten (Tumore, Kieferabszess, Atemwegserkrankungen, usw.) erlösen, eines der traurigsten Angelegenheiten bei unserer Tierschutzarbeit. Da der Altersdurchschnitt unserer Tiere nun bei ca. 4,8 Jahren liegt, so werden wir wohl auch in Zukunft mit vielen gesundheitlichen Problemen rechnen müssen. Aus diesem Grund haben wir ein spezielles Behandlungszimmer mit einem Edelstahlbehandlungstisch, drei Medizinschränkchen für die Medikamente, Mikroskop zur Parasitenuntersuchung, Waage zur Gewichtskontrolle, Lupenlampe zur Behandlung von Wunden, Rotlichtstation, Infusionszubehör, u. v. m. eingerichtet. Alle Behand-lungen und Krankheitsfälle werden in ihrem Verlauf protokolliert um später vielleicht aus den gesammelten Erfahrungswerten eine Dokumentation zu verfassen. Leider erleben wir immer wieder von anderen Tierbesitzern, wie schwer es ist, einen Tierarzt zu finden, der sich in der Behandlung von Kaninchen und Meerschweinchen wirklich gut auskennt. Oftmals hören wir von Behandlungen an Kaninchen oder Meerschweinchen, die völlig unzureichend oder sogar falsch verlaufen sind und zum Tod des Tieres geführt haben.

Darüber hinaus werden wir vier 1,40 große Krankenkäfige aufstellen, so haben wir die Möglichkeit, zu jeder Zeit auch mehrere kranke Tiere aufnehmen zu können.

Für die Zukunft planen wir daher, uns überwiegend auf Problemfälle bei Kaninchen, Meerschweinchen zu spezialisieren und diese bei uns aufzunehmen, natürlich mit dem Bewusstsein, dass dadurch noch mehr Kosten und Arbeitsaufwand bezüglich der Pflege und Betreuung der kranken Tiere auf uns zukommt.

So hoffen wir auch für die nächsten Wochen und Monate auf die Unterstützung tierlieber Menschen für unser Vorhaben und bedanken uns bei allen Mitgliedern und Paten für ihre Beiträge im vergangenen Jahr, die all die aufgezählten Projekte haben Wirklichkeit werden lassen und unzähligen Kleintieren in Not ein neues Zuhause ermöglichten.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihrer Hilfe und Unterstützung die neuen Aufgaben und Problemfälle in der kommenden Zeit bewältigen zu können.

Liebe Grüße Ihre Heike Groß
März 2004

Bilanz 2003
Einnahmen 16.340,17 €
Ausgaben 23.368,22 € 
Abschluss 2003 - 7.028,05 €
Gesamtabschluss - 31.167,06 €

Hallo liebe Tierfreunde vom Little Animal Home, hier ist nun endlich der Rückblick zum Jahr 2002:

Seit dem 1.1.2003 haben wir vom Veterinäramt die schriftliche Erlaubnis:

"Tiere für andere in einem Tierheim oder ähnlichen Einrichtung zu halten"

Über diese amtliche Genehmigung haben wir uns sehr gefreut, denn sie bestätigt unsere Tierschutzarbeit nun von offizieller Seite her und motiviert uns zu weiteren Aktivitäten. Voraussetzung für diese Genehmigung war u. a. der Nachweis einer Sachkundeprüfung, den ich bereits abgelegt und bestanden habe.

Wir unterliegen nun strengen Auflagen bzgl. der Käfig- und Gehegegrößen und artgerechter Unterbringung der Tiere. Diese Auflagen entsprechen den neuesten Tierschutzbestimmungen und sind sehr tiergerecht gestaltet. Somit ist nun amtlich gewährleistet, dass die Tiere im Little Animal Home artgerecht und mit ausreichend viel Platz in Gruppenhaltung untergebracht sind. Es werden in regelmäßigen Abständen Kontrollen durch den Veterinäramtstierarzt durchgeführt und ein Tierbestandsbuch ist zu führen.

Im vergangenen Jahr gab es wieder einige Ergänzungsarbeiten an den Gehegen: die Stromversorgung der Kaninchengehege wurde verstärkt, wir können nun im Winter mit beheizten Edelstahltränken eine kontinuierliche Wasserversorgung gewährleisten. Die Kaninchengehege wurden komplett mit neuen Gummimatten ausgelegt und zusätzlich 10cm mit Sand aufgeschüttet. Aus hygienischen Gründen müssen die Gummimatten regelmäßig ausgewechselt werden.

Das Heu- und Strohlager wurde vergrößert (es lagern dort ständig ca. 50 Ballen und bis zu 50 Sack Tierfutter) und ebenfalls mit Licht ausgestattet. Der Paddock wurde zu einem vollwertigen Tiergehege umgebaut, so dass eigentlich weitere Tiere aufgenommen werden könnten, was aber aus finanzieller Sicht zur Zeit nicht mehr möglich ist.

Sicher hat der "T-Euro" dazu beigetragen, dass leider einige Tierfreunde ihre Unterstützung gekündigt haben, (auch für uns hat der "T-Euro" im Einkauf seine Spuren hinterlassen, besonders die Kosten für Frischfutter sind sehr gestiegen.) so halten uns weiterhin 44 Mitglieder die Treue und 86 Paten unterstützen die Tiere. Die Tendenz ist jedoch im Moment stark rückläufig und es bleibt abzuwarten, wie sich die Einnahmen in diesem Jahr entwickeln werden. Wir hoffen jedoch sehr auf weitere umfangreiche Unterstützung, um unsere Tierschutzarbeit in gewohntem Maße fortsetzen zu können.

Einige Zahlen vom Little Animal Home aus 2002:

Futterverbrauch: 330 Säcke Futter (25 kg pro Sack) haben wir im letzten Jahr an die Tiere verfüttert

Frischfutter: wöchentlich wurden ca. 80 kg Frischfutter verfüttert

Heu- und Stroh: 300 Ballen Heu, 150 Ballen Stroh und 70 Ballen Einstreuspäne wurden verbraucht

Mistentsorgung: ca. 800 Säcke Mist (Gewicht pro Sack fast 50 kg) mussten wir mühsam entsorgen

Tierarztbesuche: 97 Fahrten zum Tierarzt fielen im vergangenen Jahr an; ein enormer Zeitaufwand

B i l a n z 2002

Einnahmen: 11.256,57 €
Ausgaben: 16.371,41 €
Abschluss 2002: - 5.114,84 €
Gesamtabschluß -24.1390,01 €

Dieses Minus von ca. 24.000 € innerhalb von 5 Jahren haben wir aus eigenen Mitteln aufbringen müssen, dazu kommen noch einige tausend Euro für Benzin, Porto, Strom, usw. Auf Dauer werden wir diese Kosten aus eigener Tasche in dieser Höhe nicht mehr tragen können. Das würde bedeuten, dass wir unseren Tierbestand für die Zukunft einschränken müssten und vorerst einen Aufnahmestopp einführen. Nur noch Tiere aus ganz dringenden Notsituationen bekommen dann bei uns ein neues Zuhause. Es wird jedoch kein Tier aus unserem Bestand abgegeben oder vermittelt!

Tierbestand am 1. März 2003: 406 Tiere

Wellensittiche/Kanarien 21
Zwerghamster 2
Hausmäuse 67
Rennmäuse 16
Degus 18
Zwergkaninchen 83
Ratten 36
Meersäulis 88
Schildkröten 49
Katzen 8
Pony 1
Zebrafinken 15
Großsittiche 4
Chinchillas 4

Vorhaben für 2003

Trotzdem planen wir für 2003 den Bau eines großen Gewächshauses in unserem Garten, da wir stets bemüht sind, die Haltungsbedingungen für unsere kleinen Heimtiere immer wieder zu optimieren. Dieses Treibhaus soll unsere Schildkröten in der Zeit vor und nach dem Winterschlaf eine optimale Unterbringung in Bezug auf Wärme, Licht und Trockenheit gewährleisten. Es wird eine Wasserschildkrötenanlage beherbergen, so können wir kranke und verletzte Wasserschildkröten eine differenzierte, ärztliche Behandlung zukommen lassen, was bisher nicht in ausreichender Form möglich war.

Da die Kapazität unserer Zimmervogelvoliere voll ausgeschöpft ist und wir weiteren, insbesondere größeren Vögeln, kein neues Zuhause geben können, möchten wir gerne eine große Außenvoliere mit beheiztem Schutzraum errichten. Doch ist dieses Bauvorhaben ist nur aus Spenden zu finanzieren, unsere eigenen Mittel reichen dafür leider nicht mehr aus. So hoffen wir sehr, das viele Vogelfreunde uns bei diesem Vorhaben mit Spenden unterstützen möchten. In diesem Jahr müssen wir unserer Tierzimmer im Haus renovieren, da die freilaufenden Kaninchen großen Spaß daran hatten, unsere Tapete bis zur Wandmitte abzureißen. Der Staub von Einstreu und Heu haben sich auf den Wänden niedergelegt, so dass es komplett neu tapeziert und gestrichen werden muss.

Wir und all’ unsere Tiere bedanken sich bei den Tierfreunden ganz herzlich für ihre Hilfe im vergangenen Jahr. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen der Mitglieder und Paten in unserem kleinen Tierheim und verbleiben bis dahin mit lieben Grüßen

Heike und Stephan Groß
und alle unsere kleinen Heimbewohner März 2003 

Rückblick auf das Jahr 2001

Ende Dezember 2001 haben wir mit 396 Tieren einen Bestand erreicht, der alle Grenzen überschritten hat! Platzmäßig passt nun keine "Maus" mehr ins Little Animal Home, finanziell sind wir am äußersten Limit angekommen und arbeitsmäßig ist es nur noch mit einer zusätzlichen Hilfskraft zu bewältigen. Doch bei jedem Anruf über abzugebende oder gefundene Kleintiere versuchen wir stets, einen Weg zu finden, diesen Tieren in ihrer Notlage doch noch helfen zu können.

Auch die befreundeten Tierschutzorganisationen, mit denen wir im vergangenen Jahr gut zusammen gearbeitet haben, beklagen diesen Anstieg der Kleintierschwemme: sie sind alle hoffnungslos überbelegt – leider gibt es zu viele verantwortungslose Tierbesitzer, die ihr(e) Tier(e) loswerden wollen. Gerade bei den Kaninchen steigt die Zahl der Abgabetiere ständig, und es gab noch nie so viele ausgesetzte Farbratten wie im vergangenen Jahr.

Leider ist gegen die Unvernunft, Uneinsichtigkeit und Egoismus der Menschen kein Kraut gewachsen, und wir müssen oftmals sehr die Zähne zusammenbeißen, um unsere Wut in den Griff zu bekommen, wenn wir solche Geschichten und Situationen erleben. (diese Geschichten sind auf unserer Homepage nachzulesen oder können gerne auf Anfrage zugeschickt werden).

Unser kleines Tierheim kann leider für das zurückliegende Jahr keine gute Bilanz vorweisen, die Ausgaben waren wieder weit höher als die Einnahmen, und daher blicken wir sorgenvoll auf das nächste Jahr:
Einnahmen
21.495,00 DM / 10.990,22 €,
Ausgaben
33.208,29 DM /16.979,13 €.
(davon wurden allein 9.400 DM nur für Tierarztkosten und Medikamente benötigt)
So liegt für das Jahr 2001 wieder ein Minus von -11.713,29 DM / 5.988,91 € vor. Unser privater Eigenanteil beträgt nun insgesamt bei - 37.210,33 DM / 19.025,34 €, eine finanzielle Entwicklung, die uns für die Zukunft Sorgen bereitet.

Diese Ausgaben beziehen sich nur auf die reinen Unterhaltskosten für die Tiere. Büro-, Telefon-, Porto-, Benzin- oder andere Verwaltungskosten sind darin nicht enthalten, sie werden von uns ganz privat bezahlt und betrugen im letzten Jahr ca. 3.500 DM. So können Sie ganz sicher sein, dass jede uns anvertraute Mark ohne Abstrich rein den Tieren zugute kommt, wo sie dringendst benötigt wird. Wir gewähren Interessierten gerne Einsicht in unsere Buchführung.

Erfreulicherweise ist die Mitgliederzahl auf 40 Tierfreunde im vergangenen Jahr angestiegen und ca. 90 Paten haben unseren Schützlingen mit ihrer Unterstützung sehr geholfen. Ohne diese Einnahmen könnten wir unsere Tierschutzaufgaben nicht in dem vorhanden Rahmen erfüllen und müssten unseren Tierbestand drastisch reduzieren, was wir angesichts der ständig gemeldeten Tiere nur schweren Herzend durchführen könnten.

Zu den größeren Anschaffungen im vergangenen Jahr gehörten zwei Kaninchengehege und die große Zimmervogelvoliere. Für das kommende Jahr sind wieder einige Erneuerungen (großer Auslauf auf dem Rasen für Kaninchen und Meerschweinchen) und Verbesserungen (Überdachungen, Lichtanlage) geplant, sowie notwendige Reparaturarbeiten (abgesackte Kaninchengehege müssen mit Sand neu aufgeschüttet und die alten Gummimatten gegen neue ausgetauscht werden). Außerdem sollen unsere beiden Chinchillas Gizmo und Crazy eine schönes großes Gehege bekommen.

Besonders viel Zeit und Arbeit haben wir im letzen Jahr den Ratten gewidmet, ständig leben zwischen 50 und 60 Ratten in unseren Volieren, darunter viele alte und kranke Tiere mit erheblichem Pflegeaufwand. Erfreulicherweise konnten wir ca. 40 jüngere Notfalltiere (u. a. aus dem Versuchslabor gerettete Rattenbabys) an liebe Rattenfreunde vermitteln.

So nebenbei haben wir auch Vermittlungsarbeit für andere Tierschutzorganisationen geleistet, wenn diese uns um Hilfe gebeten haben, 18 Tiere haben durch uns ein neues Zuhause gefunden. Doch solche zusätzlichen Arbeiten nebenbei sind sehr zeitaufwendig, und dann wird es schon mal ganz schön stressig, all die Arbeiten neben dem Berufsalltag zu schaffen.

Viele Tierfreunde haben uns an den Samstagnachmittagen bei Kaffee und Kuchen besucht, um sich das Little Animal Home mal "live" anzusehen. Für sie war der Anblick unseres großen Meerschweinchenrudels sehr beeindruckend, und das friedliche Zusammenleben der Kaninchen hat ihnen große Freude bereitet. Nun können einige Besucher verstehen, warum wir keine Tiere aus diesen harmonischen Rudeln vermitteln wollen, denn sie fühlen sich in diesem Familienband und den großen Gehegen so wohl, dass eine Käfighaltung zu zweit für sie eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität bedeuten würde.

Das letzte Jahr hat sowohl positive als auch deutlich negative Eindrücke und Spuren hinterlassen. Zu den positiven Ereignissen gehört der Zuwachs an Mitgliedern und Paten, die unsere Arbeit in diesem Rahmen möglich machen sowie die lieben und tröstenden Worte von unseren Tierfreunden, wenn wir über Krankheiten und Tod mal wieder "am Ende" und sehr verzweifelt waren. An dieser Stelle sind die negativen Aspekte zu erwähnen; die oftmals aussichtlosen Behandlungsversuche kranker Tiere und die Grenzen der Tierheilkunde bei den Nagetieren und Kaninchen. Sehr oft war - nach Tagen mühevollster Behandlungsversuche - der Tod der einzige Weg, das Tier von seinem Leid zu erlösen, viele Male ist ein Tier in meinen Armen gestorben oder eingeschläfert worden. Häufen sich diese Krankheits- und Todesfälle, ist dies für uns manchmal sehr schwer zu verkraften, da wir jedes einzelne Tier sehr lieb haben.

Ich bedanke mich bei allen Tierfreunden des Little Animal Home im Namen unserer kleinen Heimbewohner ganz herzlich für ihre liebe Unterstützung in den letzten Monaten.
Es wäre sehr schön, wenn wir auch weiterhin mit dieser Hilfe rechnen dürfen, damit wir noch vielen Tieren in Not helfen und unsere Arbeit fortsetzen können.....

Heike und Stephan Groß
und alle unsere kleinen Heimbewohner

Einnahmen / Ausgaben Little Animal Home 2001   

Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen 2001

4.280,00 DM

Einnahmen aus Patenschaftsbeiträgen 2001

 

Januar

798,00 DM

Februar

844,00 DM

März

922,00 DM

April

988,00 DM

Mai

1.063,00 DM

Juni

1.075,00 DM

Juli

1.046,00 DM

August

1.011,00 DM

September

1.028,00 DM

Oktober

1.046,00 DM

November

1.011,00 DM

Dezember

1.028,00 DM

 

11.860,00 DM

Spenden

5.355,00 DM

Einnahmen 

21.495,00 DM

Ausgaben Tierarzt, Futter, Zubehör 2001

 

Januar

2.288,20 DM

Februar

2.996,56 DM

März

3.070,37 DM

April

1.923,21 DM

Mai

2.668,71 DM

Juni

5.814,74 DM

Juli

2.423,75 DM

August

2.009,29 DM

September

1.584,09 DM

Oktober

2.878,29 DM

November

2.837,61 DM

Dezember

2.713,47 DM

Ausgaben

33.208,29 DM

Abschluß 2001

- 11.713,29 DM

Übertrag aus 2000

- 25.497,04 DM

Gesamtabrechnung Little Animal Home

- 37.210,33 DM

Rückblick auf das Jahr 1999

Nun liegt schon das zweite "Betriebsjahr" des Little Animal Home hinter uns. Im Rückblick 1998 haben wir zwar gesagt, dass wir mit 248 Tieren am Rande unserer Aufnahmekapazität angelangt waren, doch jetzt Anfang 2000 sind wir schon bei 300 Tieren angekommen! Aber jetzt ist alleine schon aus Platzgründen eine Aufnahme von Tieren leider nicht mehr möglich.

Es ist oft sehr deprimierend mitzuerleben, wie viele Menschen ihr Kleintier schnellstmöglich loswerden wollen. Die Tierheime sind überbelegt und "verschenken" ihre Kleintiere sogar (mehr dazu ist in der Geschichte von "Lucie" nachzulesen). Wo hier noch der Tierschutzgedanke zu finden ist, ist mir allerdings völlig unklar. In der Fernsehsendung "Tiere suchen ein Zuhause" klagen alle dort vorgestellten Tierheime über eine enorme Kleintierschwemme, einige Tierheime lehnen die Aufnahme von Kleintieren sogar ab, aber was mag dann aus diesen ungewollten Tieren wohl werden? Das Berliner Tierheim nimmt keine mehr auf, da es hoffnungslos überbelegt ist und die Vermittlungschancen sehr, sehr gering sind. Aus diesem Grund kamen acht kleine Notfallmeerschweinchen aus Berlin zu uns nach Hoffnungsthal.

Die Erfahrung in den vergangenen zwei Jahren hat uns deutlich gezeigt, dass überwiegend Meerschweinchen und Kaninchen von ihren Besitzern aus unterschiedlichsten Gründen abgegeben (-geschoben?) werden. Aufgrund dieser Tatsache haben wir uns entschlossen, das Little Animal Home schwerpunktmäßig auf diese Tiere zu spezialisieren.

So sind auch für dieses Jahr wieder einige kostspielige Um- und Neubauten geplant. Nachdem wir im vergangenen Jahr unser Tierzimmer so schön hergerichtet haben, geht es in diesem Jahr draußen im Garten weiter. Wir wollen ein 6 qm großes, begehbares Freigehege für unsere Säulis bauen, damit sie den ganzen Sommer in großen Rudeln draußen an der frischen Luft verbringen können. Dies ist einfach die gesündeste und natürlich schönste Haltungsweise für Meerschweinchen. Des weiteren sollen zwei begehbare Kaninchengehege in den Größen 4 qm und 6 qm errichtet werden, so dass wir in diesem Bereich noch einige Tiere aufnehmen können. Dabei werden Kosten in Höhe von ca. 7.000 DM auf uns zukommen.

Im vergangenen Jahr blieb es bei 17 Mitgliedern (immerhin gab es keine Kündigung jedoch auch keinen Neuzugang) doch die Zahl der Tierpaten ist erfreulicherweise auf 32 gestiegen.

Aber es ist immer mit viel Büroarbeit verbunden, den einen oder anderen Tierfreund für eine kleine Unterstützung unseres Little Animal Home zu gewinnen. Da jeder Pate eine Urkunde mit Foto von seinem Patentier erhält, sind kurzfristig entsprechende Fotos anzufertigen, Urkunden zu erstellen, usw., doch jede Mark zählt und wird dringend benötigt.

Die finanziellen Zuwendungen betrugen im Jahr 1999 insgesamt 5.307,00 DM, die Ausgaben dagegen stiegen auf 10.849,12 DM an. Unser Eigenanteil lag somit im vergangenen Jahr bei 5.542,12 DM. Diese Kosten beziehen sich nur auf den Unterhalt der Tiere, Umbau- und Renovierungskosten sind darin nicht enthalten.

Unser Heftchen vom Little Animal Home ist mit vielen neuen Geschichten, Erfahrungen und Bildern rund um unsere kleinen Heimtiere erweitert worden. Neben den artgerechten Haltungstipps für Kleintiere zeigen wir auf, wie die Tiere bei uns Leben und gehalten werden.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Tierfreunden, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben, ganz herzlich im Namen unserer kleinen Heimbewohner bedanken. Es wäre schön, wenn wir auch im kommenden Jahr mit dieser Unterstützung rechnen dürfen, damit wir unser Tierheim weiterhin unterhalten und somit noch vielen weiteren Abgabetieren ein schönes Leben ermöglichen können.

In diesem Sinne verbleibe ich mit herzlichen, tierschutzmäßigen Grüßen

Ihre Heike Groß

 

Rückblick auf das Jahr 1998

Nun jährt sich der Tag, an dem wir unser kleines Little Animal Home ins Leben gerufen haben. Das so eine Einrichtung sehr wichtig ist, zeigt die Bilanz der aufgenommenen Tiere in den vergangenen Monaten. Wir haben nur wenige Male eine (kostenlose) Anzeige im Marktplatz geschaltet und in zwei Zooläden und einem Tierarzt unseren Zettel aufgehängt. Doch gab es daraufhin so vielen Anfragen, dass wir bis heute 248 Tiere aufgenommen haben und die Anfragen nicht aufhören. Leider sind wir mit dieser Anzahl an Tieren am Rande unserer Kapazitäten in bezug auf Platz, Zeit und leider auch Geld angekommen. Nun können wir nur noch in ganz dringenden Notfällen einem Tier bei uns Unterkunft ermöglichen.

Leider gab es nicht nur erfreuliche und schöne Erlebnisse mit unseren Tieren während der vergangenen Monate. Krankheit und Tod haben mir immer wieder gezeigt, wie schwer es für mich ist, gefühlsmäßig damit fertig zuwerden, da ich an den Tieren so sehr hänge. Sicher muss man bei solch einer Anzahl von Tieren, deren Alter, Herkunft und bisherige Lebensweise und Gesundheitszustand nicht immer bekannt sind, immer mit dem Tod oder einer schwerwiegenden Erkrankung rechnen.

So bin ich im vergangenen Jahr über 100 Mal (!) beim Tierarzt gewesen. Nicht nur das wir Tierarztkosten in Höhe von fast 3.200,-- DM zu bewältigen hatten, leider ergaben auch viele Behandlungsfälle nicht die erhoffte Heilung und ein Weiterleben des Tieres. Oft musste nach viel Mühe, Aufwand und Kummer doch ein Einschläfern als letzte tiergerechte Lösung veranlasst werden. Es stellt sich durch die in der Vergangenheit erlebten Erfahrungen nun die Frage, in welchen Fällen eher die Entscheidung des Einschläferns getroffen werden sollte und muss. Die somit eventuell eingesparten Tierarztkosten könnten dann für andere gesunde, aber ebenso hilfsbedürftige Tiere eingesetzt werden. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass kranke Tiere nun keine ärztliche Versorgung mehr erhalten. Aber es soll in schweren Fällen ein frühzeitigere und objektive Entscheidung zusammen mit dem Tierarzt getroffen werden, ob eine Weiterbehandlung als vernünftig im Sinne des Tieres und der Kosten zu erachten ist.

Dank unserer 17 Mitglieder und 18 Paten hatten wir im vergangenen Jahr finanzielle Zuwendungen in Höhe von 1.664,-- DM erhalten, die wir für den Unterhalt unserer Tiere dringend benötigen, da hierzu Ausgaben in Höhe von 8.681,-- DM stehen. Unser privater Eigenanteil beträgt somit ca. 7.000,- DM.  Wer nicht glauben kann, dass "so ein paar Kleintiere" so hohe Kosten verursachen, darf sich gerne bei uns die Originalbelege ansehen. Kosten für Büro, Porto, Benzin sind nicht darin enthalten, das tragen wir zusätzlich alles selber. Denn wir wollen, dass jede eingenommene Mark unserer Mitglieder und Paten direkt für die Ausgaben unserer Tiere verwendet wird.

In diesem Jahr steht noch ein großer Umbau unseres Tierzimmers an: wir wollen die Bodengrundfläche durch das Versetzen des Trempels vergrößern, ein großes Dachfenster soll bessere Lichtverhältnisse für die Tiere schaffen und der Holzfußboden soll gegen hygienisch saubere Fliesen mit Fußbodenheizung ersetzt werden. Da ich in diesen Wochen mein zweites Pferdebuch veröffentlicht habe, können diese Umbaukosten glücklicherweise von dem Autorenhonorar finanziert werden.

Ende August wollen wir für die Tierfreunde des Little Animal Home ein kleines Sommerfest veranstalten. Den genauen Termin geben wir rechtzeitig bekannt. Wir freuen uns schon jetzt auf viele Besucher! Wer uns schon vorher einmal besuchen möchte, ist nach Terminabsprache herzlich willkommen.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Tierfreunden, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben, ganz herzlich im Namen unserer kleinen Heimbewohner bedanken. Es wäre schön, wenn wir auch im kommenden Jahr mit dieser Unterstützung rechnen dürfen, damit wir unser Tierheim weiterhin unterhalten und somit diesen Abgabetieren ein schönes Leben ermöglichen können.

 In diesem Sinne verbleibe ich mit herzlichen, tierschutzmäßigen Grüßen

 Heike Groß