aktuelle Geschichten von unseren Heimtieren
ältere Geschichten findet ihr in den einzelnen Tier-Rubriken, zu finden links in der Navigationsleiste

 

Sturmschäden im Little Animal Home

Januar 2007

Hallo liebe Tierfreunde vom Little Animal Home,

Aktuell gibt es auch bei uns von Sturmschäden zu berichten. Leider sind unsere drei großen, ca. 20 Jahre alten Zypressen am Eingang dem Sturm zum Opfer gefallen. Die nun abgesägten Baumstümpfe sind ein trauriger Anblick, wenn man viele Jahre diese schönen Bäume gewohnt war.

Aber viel schlimmer ist der Schaden an unserem Tierhaus. Eine Platte hat es aus dem Dach herausgerissen und ist spurlos "verweht". Sie wurde nirgends in der Nachbarschaft gefunden. Wir haben nun dieses Loch vorerst mit einer Plane abgedeckt und diese an unserem stabilen Holzzaun und der Vogelvoliere befestigt.

Größere Sturmböen wird sie nicht aushalten und wir hoffen sehr, möglichst schnell die bereits bestellte Ersatzplatte bei dem Treibhaushersteller zu bekommen. Weitere größere Schäden an unserem Tierhaus wäre für uns auch in finanzieller Hinsicht eine Katastrophe. Drückt uns die Daumen, das keine weiteren Unwetter eintreten.

Hallo lieber Tierfreund vom Little Animal Home,

viele Monate gab es nichts Neues auf unserer Homepage zu lesen, viele haben sich gefragt, ob es uns überhaupt noch gibt. Ja, unser kleines Tierheim besteht nach wir vor und unsere Tierschutzarbeit ist, trotz sehr großer persönlicher Probleme stets fortgeführt worden und dies wird auch in Zukunft so bleiben. In welchem Umfang wir unsere Arbeit jedoch fortsetzen können, wird von den Zuwendungen und Patenschaften abhängig sein. Leider haben wir in diesem Jahr durch unseren Rückzug aus der Öffentlichkeit ca. 40 % der Patenschaften verloren. Aber ich glaube fest daran, das wir nach dem veröffentlichen der aktuellen Geschichten wieder neue Paten für unsere kleinen Schützlinge gewinnen können. 

So und nun kommt gleich das aktuellste Erlebnis, dass erst wenige Tage her ist.

Andy, die verletzte Wildente

November 2006

Eines Abends stand unsere Nachbarin mit einer verletzten Wildente vor der Tür. Sie fragte uns, ob wir die Möglichkeit hätten das Tier aufzunehmen und betreuen zu können. Irgendwie ist bei uns immer was möglich und so nahm ich den Erpel bei uns auf. Er hatte eine schwere, blutende Verletzung am linken Flügel, die von unserer Tierärztin genäht wurde. 
Er war bereits sehr schwach, die Verletzung hatte er wohl schon länger. Als meine Nachbarin ihn fand, wurde er schon von den Katzen aus der Umgebung belauert, er hätte die Nacht wohl nicht überlebt, da er nicht mehr fliegen und sich in Sicherheit bringen konnte.
Wir richteten ihm einen Paddock her, besorgten spezielles Geflügelfutter und hofften, dass er trotz der Strapazen fressen wollte.

 

Er bekam täglich ein Antibiotikum verabreicht und fauchte mich jedes Mal drohend an, als ich mit dem Medikament sein Gehege betrat.. Am dritten Tag nahm er endlich Futter auf und schnäbelte im Wassernapf. Er wurde nun von Tag zu Tag kräftiger und hakte feste nach mir, wenn ich ihm sein Medikament verabreichen wollte. Nach zehn Tagen stand erneut ein Tierarztbesuch an, die Fäden mussten gezogen werden. Andy hatte sich so gut erholt, dass das Handling mit ihm schon zum Problem wurde. Nachdem die Fäden gezogen waren und die Tierärztin ebenfalls der Meinung war, dass er zurück in die Freiheit sollte, haben wir ihn an unserem Teich gesetzt. Sofort ist er ins Wasser geflogen und schwamm große Runden, tauchte immer wieder ab und dann setzte er sich dann ans Ufer um ausgiebig sein Gefieder zu pflegen.

 

Zwei Tage blieb Andy noch bei uns, erholte sich noch ein bisschen von all den Strapazen, dann war er plötzlich weg. Wir wünschen uns so sehr, das er zurück zu seinem Weibchen gefunden hat und mit ihr noch viele Jahre glücklich zusammen leben kann. Die Chance dazu hat er von uns bekommen. 

 

 

Kaninchenmädchen Bunny

November 2006

Die arme Bunny lebte bei ihren Vorbesitzern in einem viel zu kleinen Käfig auf dem Balkon. Da Bunny die Größe eines Stallkaninchens hat, konnte sie in dem 80 cm breiten Käfig nur quer sitzen. Eine Bekannte entdeckte sie durch Zufall und konnte sie, nachdem ich ihr die Aufnahme von Bunny in unserem Tierheim zugesagt hatte, dort sofort wegholen. Nicht nur das Bunny monatelang keine Bewegung hatte, sie war auch völlig abgemagert. Bei uns angekommen, bezog sie einen unserer neuen Pad-docks, denn bevor sie in eine unserer Gruppen einziehen sollte, musste sie erst mal zu Kräften kommen. Sie fraß täglich neben einer großen Portion Heu einen Napf voll Pelletsfutter komplett leer, dazu natürlich eine große Ration Frischfutter. 

 

Nachdem sich Bunny gut erholt und ordentlich an Gewicht zugenommen hatte, sollte sie in eines unserer Kaninchenrudel integriert werden. Wir setzten sie in die Gruppe, sie sah sich kurz um, legte sich in einen großen Berg Heu und fing an zu fressen, so unproblematisch war ihre Vergesellschaftung. Ilaya, unser großer Albinobock aus einem Versuchslabor, hatte gleich großes Interesse an ihr und heute liegen die beiden gerne zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte vom gefundenen Kaninchenbaby

November 2006

Eines abends im November, es war schon recht spät, rief meine Freundin an, es gäbe da ein großes Problem mit einem gefundenen Kaninchenbaby auf der Bonner Fußgängerzone. 

Lara mit weißem Kaninchenbaby

Ein Schauspielerin der Bonner Oper fand dieses winziges Kaninchenbaby. Sie hatte in zwei Tierheimen und mehreren Tierarztpraxen angerufen, keiner war bereit den kleinen Winzling in seiner Not aufzunehmen. Ich sagte die Aufnahme sofort zu und so brachte die Dame den kleinen Findling per Taxi zu uns. Die Kleine wog mal gerade 90 g und sah sehr schlecht aus. Mit einem speziell von mir zusammen gestellten Nährbrei, ein Kistchen mit Wärmematte, vielen vielen Mahlzeiten pro Tag, stundenlangem Bäuchlein massieren mit einer Kinderzahnbürste, schaffte ich es, die Kleine am Leben zu halten und groß zuziehen. Leider hatte sie ohne ihre Mama nicht gelernt ihr Fell zu putzen, so sah sie immer strubbelig aus, obwohl ich sie regelmäßig bürstet. Sie wuchs mit unserer Meerschweinchenmama Dolly und drei Meerschweinchenbabys auf, wovon zwei ebenfalls kleine Vollwaisen waren, die bei uns zur Aufzucht im Alter von einem Tag abgegeben wurden.

Beide Kaninchen


Durch Zufall ergab es sich, dass wir aus einem benachbarten Tierheim ein kleines Babykaninchen übernehmen sollten, so dass sie nun endlich mit einem Artgenossen aufwachsen konnte. Er war einige Wochen älter und sehr liebenswert zu unserer Kleinen. Er fing sofort an sie zu putzen, stundenlang leckte er ihr zauseliges Fell glatt, bis sie anfing, dies selbst zu tun; er hatte ihr die Fellpflege beigebracht. Die beiden wurden in unserer kleinen Kinderstube im Wohnzimmer groß, denn es war Winter und sie mussten in der Wohnung bleiben. Erst im warmen Frühjahr siedelten die beiden gemeinsam in ein schönes Außengehege, in dem sie heute in einer liebenswerten Zweiergemeinschaft leben. Zwischenzeitlich machte uns Purzelchen, der Partner unseres Babys, große Sorgen, er bekam plötzlich eine schwere Entzündung der vorderer Lymphdrüsen, an den Vorderbeinen und Brust entwickelten sich große Lymphknotentumore. In einer aufwändigen Operation wurden drei große Tumore entfernt und nach vielen Wochen intensiver Behandlung war die kritische Zeit überwunden. Nun konnten wir auf eine Heilung hoffen, mit der wir bei der Schwere der Krankheit nicht gerechnet hatten. Er bekam lange Zeit täglich ein Antibiotikum, Immunstärker und eine Wundspülung, die zur Regenerierung des Gewebes beitrug. Spezielle Salben förderten zusätzlich den Heilungsprozess der Haut. Heute sieht man nichts mehr von den großen Operationswunden, es ist alles gut verheilt.
Zu zweit leben die beiden in einem unserer Außengehege. Sie hängen so sehr aneinander, dass sie weitere Kaninchenpartner in ihrer Gruppe nicht akzeptieren und für sich bleiben wollen. 
Heute, genau ein Jahr später hat sich unser kleines Baby zu einer bildhübschen, vorwitzigen kleinen Kaninchendame entwickelt.

Meerschweinchen Eede Conelly und Kaninchen Antje aus Holland

Im Sommer fuhr ich mit meiner Freundin und ihren beiden Kindern für ein paar Tage nach Holland ans Meer. An einem der Tage hatte es nur geregnet und so besuchten wir mit den Kindern einen Kinderpark mit überdachten Spielplätzen. Dort gab es auch einen großen Streichelzoo mit viele Kleintieren: Vögeln, Ziegen, Schweinen, Ponys und natürlich auch Meerschweinchen und Kaninchen. Die Tiere konnte man gleich vor Ort kaufen, ein Meerschweinchen gab’s für einen Euro, ein Kaninchen, kostete fünf Euro. In einem der Außengehege entdeckte ich eine kleine Meerschweinchengruppe. Ein jüngeres Tier wurde von einem großen erwachsenen Tier ohne Pause durch das Gehege gejagt und war heftig zerbissen und stark abgemagert. Mir war die Situation sofort klar: der Altbock wollte seine Weibchen für sich alleine besitzen und den Jungbock weg haben. Der Kleine hätte in den nächsten Tagen vor Schwäche nicht mehr fortlaufen können und sein Schicksal wäre der Tod gewesen. Mit dieser Erkenntnis war es mir emotional nicht möglich, den kleinen Kerl dort zu lassen und so wanderte er gegen einen Euro in einen Pappkarton in meinem Besitz über. Als ich ihn in der Hand hielt, sah ich, wie tief die unzähligen Bisswunden und wie dünn sein kleiner Körper war. Auf dem Rückweg in unser Ferienbungalow besorgten wir in einem größeren Ort Meerschweinchenfutter und Heu. In einem Supermarkt sammelte ich zwei große Kartons und baute sie zu einem provisorischem Meerschweinchenheim um. Aus dem Garten holte ich frischen Löwenzahn und der kleine Fraß ohne Ende.....Als erste Hilfemaßnahme behandelte ich die Wunden mit einem homöopathischen Mittel. Zu Hause im Little Animal Home angekommen wurde Eede, nachdem er sich gesundheitlich erholt hatte, kastriert und lebt heute gesund und rund in unserem Meerschweinchenrudel.

Antje und Eede


Ebenfalls aus diesem holländischem Park fand ich durch Zufall in einer Ecke in einem völlig verdrecktem Käfig das kleine verkrüppelte Kaninchen. Sie hat eine extreme Fehlstellung der Hinterbeine und ein Öhrchen fehlt der Kleinen. Natürlich nahm ich sie mit, nun saßen ein Kaninchen und Meerschweinchen im Pappkarton. Mit ihr war ich bereits bei ärztlichen Spezialisten um zu klären, ob man diese Fehlstellung noch beheben kann. Leider gibt es keine Möglichkeit, Antje wird mit dieser Behinderung leben müssen und sie kommt sehr gut damit zurecht. Da sie nicht in einer Kaninchengruppe integriert werden kann, sie hat große Angst vor anderen Kaninchen, wer weiß was sie schon erlebt hat, wohnt sie in unserem Meerschweinchenrudel und wird bald einen liebenswerten Kaninchenpartner bekommen, mit dem sie kuscheln und schmusen kann.

Antje allein